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Todesmarschdenkmal Dolle

Zur Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen gehört auch das Todesmarschdenkmal Dolle in der Gemeinde Burgstall (Landkreis Börde), rund 50 Kilometer südöstlich von Gardelegen. Es befindet sich am nördlichen Ende von Dolle direkt an der Bundestraße B 189 zwischen Magdeburg und Stendal.

Das Denkmal markiert ein Massengrab für 67 unbekannte Häftlinge aus mehreren Außenlagern des KZ Mittelbau. Mitglieder von SS, Wehmacht und Volkssturm hatten die Häftlinge unter Mitwirkung der Zivilbevölkerung am 11. und 12. April 1945 auf einen Todesmarsch durch die Colbitz-Letzlinger Heide getrieben, unterwegs erschossen und entlang der Wegstrecke bei Dolle anonym verscharrt. 1949 wurden die Ermordeten exhumiert und in einem Massengrab am nördlichen Dorfrand von Dolle beigesetzt.

Im Herbst 1951 wurde auf diesem Massengrab eine Gedenkanlage eingeweiht. Ein rund zehn Meter hoher Turm aus Bruch- und Sandstein erinnert an sie. Seinen Vorplatz umgeben Steinpfeiler, die Inschriften mit den Namen nationalsozialistischer Konzentrationslager tragen.

Die Gemeinde Burgstall pflegt das Todesmarschdenkmal. Seit 2017 ist es offiziell Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt. Zuvor hieß der Ort "Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer des faschistischen Terrors". Innerhalb der Stiftung ist das Denkmal der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen als Außenstelle zugeordnet.

Das Geländes des Todesmarschdenkmals Dolle ist unter Einhaltung der geltenden Abstands-, Hygiene- und Versammlungsauflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie tagsüber zugänglich.

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